Natalie Knapp

Freitag, 06. Mai 2022, Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr

„Der unendliche Augenblick“ – Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind.

Karten kaufen

 

Zur Lesung:

Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind Ein neuer Lebensabschnitt, eine gesellschaftliche Krise oder die Geburt eines Kindes: Wenn sich Dinge verändern, fühlen wir uns oft verunsichert. Denn wir müssen Abschied nehmen von Vertrautem, haben aber noch keine Vorstellung davon, was an seine Stelle treten wird. Die Philosophin Natalie Knapp plädiert dafür, Umbruchsituationen oder Schicksalsschläge nicht möglichst schnell hinter sich lassen zu wollen, sondern sie auf eine neue Art wertzuschätzen. Denn es sind Phasen, in denen das Leben mit besonderer Intensität spürbar wird. Sie aktivieren unser schöpferisches Potenzial und lassen uns Entdeckungen und Erfahrungen machen, die uns in ruhigeren Jahren Halt und Richtung geben.

Zur Person:

Natalie Knapp ist Philosophin, Autorin und Rednerin. Sie promovierte in Freiburg i. Br. über Heidegger, Derrida und Rilke. Zuvor studierte sie Philosophie, Literaturwissenschaften, Religionsphilosophie und Religionsgeschichte. Von 2001 bis 2013 arbeitete sie als Kulturredakteurin beim SWR. Inzwischen lebt und arbeitet sie in Berlin. Bei Rowohlt erschienen ihre Bücher „Der unendliche Augenblick: Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind“, „Kompass neues Denken: Wie wir uns in einer unübersichtlichen Welt orientieren können“ und „Der Quantensprung des Denkens: Was wir von der modernen Physik lernen können“ (2011). Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Thema Bewusstseinswandel im 21. Jahrhundert.

 

Uwe Wittstock

Freitag, 13. Mai 2022, Einlass 19.00 / Beginn 20.00 Uhr

„Februar 33“ Der Winter der Literatur.

Karten kaufen

 

Zur Lesung:

Der Februar 1933 war der Monat, in dem sich auch für die Schriftsteller in Deutschland alles entschied. Auf der Grundlage von teils unveröffentlichtem Archivmaterial zeichnet Uwe Wittstock ein ungeheuer dichtes Bild einer ungeheuren Zeit. Der kluge und gewissenhafte Autor erzählt die ersten sechs Wochen von Hitlers Herrschaft aus der Perspektive deutscher Schriftsteller. Von Tag zu Tag wächst die Gefahr für viele von ihnen.

Schon nach 18 Tagen gibt es einen Schießbefehl gegen Oppositionelle. Schon fünf Tage später wird die SA zur bewaffneten Hilfspolizei. Für andere Autoren mit nationalen Neigungen eröffnen sich ungeahnte Karrierechancen.

Nach nur vier Wochen haben Tausende das Land verlassen. Wer kann noch fliehen? Wer schmiegt sich den Nazis an?

 

Zur Person:

Uwe Wittstock (Jahrgang 1955) ist Literaturkritiker und Buchautor. Bis 2018 war er Redakteur des „Focus“, für den er heute als Kolumnist schreibt. Zuvor hat er als Literaturredakteur für die FAZ (1980 bis 1989), als Lektor bei S. Fischer (1989 bis 1999) und als stellvertretender Feuilletonchef und Kulturkorrespondent für die „Welt“ (2000 bis 2010) gearbeitet. Er wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis für Journalismus ausgezeichnet.

Weitere Werke von Uwe Wittstock: der Streifzug durch den Literaturbetrieb „Die Büchersäufer“ (2007), „Karl Marx beim Barbier“ (2018), die Biografie von „Marcel Reich-Ranicki“ (2020), …

Leseprobe aus „Februar 33“: „Wer Ende Januar aus einem Rechtsstaat abreiste, kehrte vier Wochen später in eine Diktatur zurück.“