Ludwig Zehetner

Mittwoch, 24. Mai 2017, 19.30 Uhr

Vortrag “Die Heimat auf der Zunge tragen“

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Zum Vortrag:

In seinem Vortrag zeigt uns Ludwig Zehetner eindrucksvoll die Schönheit unserer Sprache: „Die Heimat auf der Zunge tragen – Ein Streifzug durch die Höhen und Tiefen unserer eigentlichen Muttersprache.“ Er plädiert für Schutz und Pflege der Mundart als Kulturgut, als unverzichtbarer Wert der Heimat. Um den Kindern die Chance einer „inneren Mehrsprachigkeit“ zu bieten, sollten Eltern und Erzieher den Dialekt mit Selbstverständlichkeit gebrauchen, damit auch in Zukunft beide Sprachebenen verfügbar bleiben. Sein guter Ruf als oberster bayerischer Dialekt- Fachmann hat sich Ludwig Zehetner durch viele Bücher und Vorträge erworben.

Zur Person:

Wenn er nicht gerade in Mainburg über seine Dissertation „Die Mundart der Hallertau“ spricht, steht Prof. Dr. Ludwig Zehetner gerne im Turmtheater Regensburg auf der Bühne und spielt sich selbst: den Sprachforscher Ludwig Zehetner, der Nichtbayern Sprachunterricht gibt. „Mei Fähr Lady“ heißt dieser Bairisch-Crashkurs in Anspielung auf Professor Higgins im Musical „My Fair Lady“. Der gebürtige Freisinger zählt zu den renommiertesten Experten auf dem Gebiet der bayerischen Mundart. Er verwendet niemals Wörter wie kucken, lecker oder pusten, schon gar nicht Tschüs. Er begrüßt die Leute mit „Grüß Gott“ und verabschiedet sich mit „Auf Wiederschauen“ oder „Pfiagod“. Jahrzehntelang wurde der Dialekt verachtet, galt als heruntergekommene, verderbte Form der Sprache. Eifrig hat man darüber diskutiert, inwieweit er eine „Sprachbarriere“ darstelle, die deren Sprecher am schulischen, beruflichen und wirtschaftlichen Erfolg hindert und weshalb es geraten sei, die Mundarten zu unterdrücken, um sie baldmöglichst verschwinden zu lassen. Jetzt erleben wir eine erstaunliche Kehrtwendung.

 

Peter Voß

Freitag, 26. Mai 2017, 19.30 Uhr

An den Ufern des Mainstreams

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Zur Lesung:

Neben seiner Tätigkeit als Intendant und Journalist trat Peter Voß auch als Autor medienpolitischer und literarischer Bücher hervor. Mit seinem sehr persönlichen Notiz- und Erinnerungsbuch „An den Ufern des Mainstreams: Von Menschen, Mächten und Meinungen.“ hat Peter Voß ein ganz eigenwilliges und originelles Werk geschaffen. Er reflektiert direkt und pointiert, aber auch distanziert und nachdenklich sieben Jahrzehnte deutscher Geschichte, einschließlich der aktuellen „Lage der Nation“.

Darauf freuen wir uns besonders auch, wenn es um Begegnungen mit Helmut Kohl, Willy Brandt und Angela Merkel, aber auch Paul Kirchof, Martin Walser oder Marcel Reich-Ranicki geht.

 

Zur Person:

Prof. Peter Voß bekannt aus dem „heute-journal“ im ZDF, dem „Presseclub“ und den „Bühler Begegnungen“ in der ARD sowie als Intendant des Südwestfunks ist seit 1996 Präsident der Quadriga Hochschule Berlin. Hier geht es ihm vor allem um die „Professionalisierung von Unternehmenskommunikation, besonders auch in Ethikfragen“. Peter Voß wuchs in Lübeck auf und da trifft man zwangsläufig auf Thomas Mann und Willy Brandt.